Das Phänomen der Argyle-Diamanten

 

In den letzten 30 Jahren hat Argyle gute Informationsarbeit geleistet und seine Diamanten auf durchdachte Art und Weise beworben – eine Leistung, bei der nicht viele Minen mithalten konnten. Dies zeigt sich zum Beispiel darin, dass die Minengesellschaft im Eigentum von Rio Tinto mit Sitz in Kimberley, Westaustralien, ihre eigene Zertifizierungsmethode entwickelt hat. Heute gelten diese Zertifikate längst als eigenes, anerkanntes Zertifizierungssystem und Ergänzung zum System des weltweit renommierten Instituts für die Erkundung, Forschung und Lehre von Edelsteinen und Diamanten und deren Bewertung, kurz GIA (Gemological Institute of America). Darüber hinaus richtet die Minengesellschaft ihren eigenen Tender aus – eine Veranstaltung, bei der die schönsten und hochwertigsten Diamanten der Mine ausgewählten Gästen angeboten werden. Bei diesem jährlichen Tender für pinkfarbene Argyle-Diamanten werden die besten pinkfarbenen, roten und sogar blauen Steine des vergangenen Jahres präsentiert.

 

Argyle-Diamanten, die beim Tender-Angebot 2014 erworben wurden

Die 7 Argyle-Diamanten, die beim Tender-Angebot 2014 erworben wurden


Meine nachfolgende Analyse schließt an meinen ursprünglichen Bericht vom 18. August 2014 zum diesjährigen Tender an. Dieser Bericht umfasst einen Zeitraum von 25 Jahren (Ich verfüge über alle Tender-Informationen seit 1990, außer für 1993, daher deckt diese Analyse 24 von 30 Jahren der beim Tender angebotenen Steine ab.) Während dieser Zeit wurden beim Tender insgesamt 1.278 Diamanten mit einem Gesamtgewicht von 1.176,08 Karat angeboten. Dies ergibt einen Durchschnitt von 53,25 Steinen pro Jahr und einem durchschnittlichen Karatgewicht von 49,00 Karat pro Jahr. Laut den offiziellen Angaben der Argyle-Mine produziert sie 90 % des weltweiten Angebots an pinkfarbenen Diamanten (die Mine ist einer der größten Diamantenproduzenten weltweit, allerdings nach der Menge, nicht nach dem Preis). Die Leitung der Argyle-Mine gibt an, dass jedes Jahr beim Tender die besten Diamanten angeboten werden. Ich frage mich nun, wie unterscheiden sich deren Diamanten von den restlichen 10 % des weltweiten Angebots, sowohl bezüglich des Werts als auch bezüglich der Qualität?

 

Laut der öffentlich bereitgestellten Informationen wurden seit den Anfangsjahren der Argyle-Mine Rohdiamanten mit einem Gewicht von über 750 Millionen Karat geschürft (bis 2013). Von diesen Diamanten waren 80 % braun, 16 % gelb, 2 % weiß, 2 % grau und weniger als 1 % pink.


Aus den aktuellen, von der Argyle-Mine ausgegebenen Informationen geht hervor, dass sich die Preise für ihre beim Tender angebotenen Steine von 2000 bis 2014 verdreifacht haben. Während des Jahrs 2013 gingen laut diesen Informationen mehr Angebote ein als jemals zuvor, für über einer Million US-Dollar pro Karat. Als herzförmiger Stein mit 2,09 Karat ging Angebot Nr. 49 aus dem Tender 1992 gerade bei Christie’s Hongkong für eine Gesamtsumme von 5.094.327 US-Dollar oder 2.437.477 US-Dollar pro Karat unter den Hammer – ein Weltrekord!

 

 

 

 

Allgemeiner Eindruck


Ich entschied mich für eine gründliche Analyse aller Angebote der letzten 25 bis 30 Jahre der Tender-Steine, außer für das Jahr 1993, für welches mir keine Informationen vorliegen. Die Analyse nahm ihre Zeit in Anspruch, da ich sämtliche Informationen sammeln und in einer Tabelle mit verschiedenen Kriterien und Gruppen, geordnet nach Farbe, Reinheit, Größe zusammenstellen musste. Es war nicht überraschend, dass pinkfarbene Diamanten den Großteil der Angebote darstellten, mit stolzen 92,41 %. Die im Jahr 2009 zum ersten Mal präsentierte blaue Kollektion und Steine anderer Farben lagen gemeinsam bei 4,23 % und der Rest waren rote Diamanten, die einen Anteil von 3,36 % ausmachten. 


Bei der Untersuchung der unterschiedlichen Reinheitsgrade stellte ich fest, dass die Mehrzahl der Steine (84,98 %) in den Reinheitsgruppen I und SI eingestuft wurden, während 13,07 % der Steine mit dem Reinheitsgrad VS bewertet wurden. Während die übrigen 1,95 % den Reinheitsgrad VVS besaßen, besaß KEIN EINZIGER Stein den Reinheitsgrad IF oder F. Dies warf für mich viele Fragen auf, aber dazu komme ich später.


Was schließlich die Größe angeht, lagen 55 % oder 702 der Diamanten über einem Karatgewicht von 0,75, während die restlichen Steine kleiner waren. Ein ordentlicher Anteil (38 % oder 485 Steine) aller Diamanten lag über 1,00 Karat. Von den Steinen über 1,00 Karat besaßen lediglich 10 Diamanten oder 0,78 % der insgesamt angebotenen Steine über 3,00 Karat, eine wahre Seltenheit. Der einzige Stein über 4,00 Karat wurde im Jahr 2001 präsentiert; dabei handelte es sich um einen Diamanten in Fancy-Intensiv-Pink mit leichtem Purpureinschlag (Fancy Intense Purplish Pink) mit 4,15 Karat (1992 gab es sogar einen Stein mit 5,04 Karat, da dieser jedoch ein gräulich-grün-gelber Stein war, ordne ich ihn nicht in die Kategorie über 4 Karat ein). Wenn man von den oben dargelegten Informationen ausgeht, wie kann es dann sein, dass einige wirklich besondere pinkfarbene Diamanten, die bei Auktionen versteigert wurden, wie etwa der Graff Pink, der Pink Dream und andere Steine beachtlicher Größe und ausgezeichneter Qualität, nicht aus der Argyle-Mine stammten?


Farbanalyse


Rot:


In den letzten 24 Jahren verkaufte Argyle 16 rote Diamanten bei ihren Tender-Veranstaltungen, was gerade einmal 1,25 % aller Tender-Steine ausmacht. Diese wurden vom GIA als Steine in Fancy-Rot zertifiziert, ein wahrhaft seltener Schatz. Weitere 27 Steinen oder 2,11 % (von 1.278 Steinen) wurden als Fancy-Rot mit leichtem Purpureinschlag (Fancy Purplish Red) beschrieben, was auch sehr selten ist. Die Tatsache, dass eine Sekundärfarbe, wie ein leichtes Purpur, im Stein vorhanden war, hat nie verhindert, dass für diese Steine höchste Preise gezahlt wurde, ähnlich wie bei Steinen in Fancy-Rot.


Nach meiner Analyse wurde der erste Diamant in Fancy-Rot aus der Argyle-Mine bei einem Tender 1999 angeboten. 2003 und 2004 folgten dann zwei weitere Steine, einer pro Jahr. Eine wirkliche Veränderung wurde dann 2009 eingeläutet. Seit diesem Jahr werden beim Tender jedes Jahr Diamanten in Fancy-Rot angeboten, bei der letzten Veranstaltung (2014) sogar zum ersten Mal 4 Steine. 2013 wurden 3 Stück angeboten, davor jeweils einer in den Jahren 2012, 2011 und 3 Steine 2010. Ich möchte an dieser Stelle daran erinnern, dass mit dem Untertage-Abbau 2013 begonnen wurde, doch die Entscheidung dazu wurde wesentlich früher getroffen, ca. 2008 bis 2009. Andererseits wurden seit 1990 häufiger Diamanten in Fancy-Rot mit leichtem Purpureinschlag (Fancy Purplish Red) angeboten, im Durchschnitt ein Stein pro Jahr, das Jahr 2007 stellte mit 4 Steinen einen Höhepunkt dar.


Ich komme zu dem Schluss, dass die Polierer ihre Fähigkeiten verbessert und das Farbpotenzial für das Tenderangebot maximiert haben (bei den Tender-Veranstaltungen zwischen 2009 und 2014 wurden nur 3 Diamanten in Fancy Purplish Red angeboten, im Vergleich zu 13 Steinen in Fancy Red).


Argyle-Diamanten in Fancy-Rot und in Fancy-Rot mit leichtem Purpureinschlag (Fancy Purplish Red) im Vergleich

Argyle-Diamanten in Fancy-Rot und in Fancy-Rot mit leichtem Purpureinschlag (Fancy Purplish Red) im Vergleich

 


Pink:


Es versteht sich von selbst, dass die meisten angebotenen Steine in diese Farbkategorie fallen, immerhin ist Argyle ja bekannt dafür, 90 % des weltweiten Angebots an pinkfarbenen Diamanten zu produzieren. In dieser Farbkategorie wurden 1.181 Steine angeboten, was einem Anteil von 92,41 % aller 1.278 entspricht, die beim Tender angeboten wurden. Hauptsächlich wurden Steine in Fancy-Tief-Pink und Fancy-Intensiv-Pink angeboten, was jeweils einem Anteil von 26,84 % und 38,34 % des gesamten Angebot entspricht. Im Durchschnitt wurden jährlich 14 Steine in Fancy-Tief-Pink (FDP) angeboten, mit einem Spitzenangebot von 30 Steinen im Jahr 2000 und einer Mindestmenge von 0 Steinen zwischen 1990 und 1994, und nur einem Stein im Jahr 2014. Zwischen 1995 und 2007 wurde eine gleichbleibende Menge angeboten und seit 2008 sank das Angebot.


Andererseits lag die Anzahl der Steine in Fancy-Intensiv-Pink (FIP) während derselben Jahre bei durchschnittlich 20 Steinen, einem Spitzenangebot von 42 Steinen im Jahr 2011 und einer Mindestmenge von 0 Steinen zwischen 1990 und 1991, und nur einem Stein in den Jahren 1992 und 1994. Im Laufe der analysierten 24 Jahre wurde ein ständiger Anstieg der Steine der Farbe FIP verzeichnet, die bei der jährlichen Tender-Veranstaltung angeboten wurden.


Bei Steinen in Fancy-Leuchtend-Pink (FVP) war das Angebot stabiler. Im Durchschnitt wurden jährlich 7 Steine in Fancy-Leuchtend-Pink (FVP) angeboten, mit einem Spitzenangebot von 19 Steinen im Jahr 2010 und einer Mindestmenge von 0 Steinen zwischen 1990 und 1994, und nur einem Stein im Jahr 1995. Doch die Angebote waren relativ stabil und weniger schwankend als bei Steinen der Farben FIP und FDP.


Die Zahl der Diamanten in Fancy-Pink (FP) lag bei 172 Steinen oder 13,46 % des Gesamtangebots. Dabei ist es interessant, dass davon 156 Stück oder 90,70 % der Farbe FP zwischen 1990 und 1994 angeboten wurden. Während dieses Zeitraums wurden insgesamt nur 2 Steine der anderen 3 Farben; FIP, FVP und FDP angeboten. Meiner Einschätzung nach verfügte Argyle erst 1995 über die notwendige Erfahrung, um solche Farben zu erzielen.

 

 

Tiefe der pinkfarbenen Argyle-Diamanten bei den Tender-AngebotenTiefe der pinkfarbenen Argyle-Diamanten bei den Tender-Angeboten

 

 


Anzahl der pinkfarbenen Steine bei den Tender-Veranstaltungen, nach JahrenAnzahl der pinkfarbenen Steine bei den Tender-Veranstaltungen, nach Jahren        – Zur Vergrößerung und zur vollen Ansicht klicken

 

 


Andere Farben

 


Andere Farben wie Gelb oder Blau machten nur 54 Steine oder 4,23 % des Gesamtangebots aus. Zwischen 1990 und 1994 wurden nur 17 Steine angeboten. Zwischen 1995 und 2011 wurden nur 1 bis 3 Steine angeboten, meist in grauen und bläulichen Tönen, während im Jahr 2012 eine Kollektion aus 14 Steinen bei dem Tender angeboten wurde. 2013 wurden dann 3 Steine und 2014 gar keiner angeboten.

 

 


Im Argyle-Tender angebotene Diamanten, Blaue und Andere, nach Jahren

Im Argyle-Tender angebotene Diamanten, Blaue und Andere, nach Jahren

 

 

 


Reinheitsanalyse

 


Es ist nicht überraschend, dass die Reinheit der meisten Steine, genauer gesagt von 84,98 %, in die Kategorien SI und I eingestuft wurden. Weitere 13,07 % wurden als VS, und nur 1,80 % im Reinheitsgrad VVS eingestuft. Keiner der beim Tender angebotenen Steine wurde in der Reinheitskategorie IF oder F eingestuft.


Fast die Hälfte der seit 1990 angebotenen Steine (49,77 %) wurden als SI eingestuft. Im Durchschnitt wurden pro Jahr 26,50 Steine angeboten, von einer Höchstzahl von 37 im Jahr 2007 bis zu einer Mindestmenge von 16 im Jahr 1990. Außer 1990 und 1995 lag die Zahl der angebotenen Steine durchschnittlich um die 20. Bei Steinen der Reinheitskategorie SI lag der Anteil bei 35,21 % des Gesamtangebots, und der jährliche Durchschnitt lag bei 18,75 Steinen. Die Bandbreite reichte von einer Höchstmenge von 30 Steinen, die im Jahr 1998 angeboten wurden, bis zu einer Tiefstmenge von 9 im Jahr 2001.


Bei der dritten Gruppe in der Reinheitskategorie VS wurden im Jahr durchschnittlich 6,96 Steine angeboten. Die höchste Menge lag bei 20 Steinen, die 2012 angeboten wurden, was übrigens auch das Jahr war, in welchem die meisten Steine angeboten wurden, und die niedrigste Menge lag bei nur einem Stein im Jahr 1990. Doch in den meisten Jahren lag die Menge zwischen 4 und 6 Steinen.


Die geringe Menge der angebotenen Steine der Reinheitskategorie VVS mit einem Anteil von nur 1,80 % zeigt die Seltenheit solcher Argyle-Diamanten.


Beim Tender wurden keine Diamanten angeboten, die einen Reinheitsgrad von IF oder F besaßen.

 


Reinheit der Tender-Diamanten, nach Jahren

Reinheit der Tender-Diamanten, nach Jahren

 

 

Diamantenreinheit der Steine des Argyle-Tenders, %

Diamantenreinheit der Steine des Argyle-Tenders, % 

 

 


Größenanalyse

 


Um die Größen der Tender-Steine zu analysieren, habe ich mich dazu entschieden, diese in Gruppen einzuteilen, in ähnlicher Weise, in der farblose Diamanten traditionell kategorisiert werden (unter 0,33 Karat, 0,33 Karat bis 0,49 Karat, 0,50 Karat bis 0,65 Karat, 0,66 Karat bis 0,74 Karat, 0,75 Karat bis 0,99 Karat, 1,00 Karat bis 1,49 Karat, 1,50 Karat bis 1,99 Karat, 2,00 Karat bis 2,99 Karat und über 3,00 Karat). Die Verteilung ergab die Form einer Welle. Eine geringe Menge bei den niedrigen Karatgewichten unter 0,50 Karat, dann ein Anstieg, ein niedriges Angebot bei Steinen zwischen 0,66 Karat bis 0,74 Karat, dann ein Anstieg und wieder ein Tief bei den Karatgewichten über 1,50 Karat. Die Gruppe, aus der die meisten Diamanten angeboten wurde, war die Gruppe zwischen 0,50 Karat bis 0,66 Karat, was 28,87 % der gesamten Steine ausmachte. Die zweite Gruppe ist von recht hoher Bedeutung, da die Steine dieser Gruppe im Bereich zwischen 1,00 Karat und 1,50 Karat lagen, was 26,45 % des Angebots ausmachte. Alle anderen Gruppen lagen im einstelligen Prozentbereich.



 

  1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
 Größe                                                  
3,00 Karat + 0 0 1  k. A. 2 0 2 0 1 0 0 1 0 0 0 1 0 0 1 0 0 0 0 1 0
2.0 Karat + 6 1 1  k. A. 5 3 2 2 3 5 2 1 4 4 4 3 3 2 2 3 1 2 0 2 2
1,50 Karat + 3 3 2  k. A. 0 3 4 6 3 5 3 3 3 2 4 2 5 7 2 0 1 3 0 6 4
1,00 Karat + 10 15 9   k. A. 12 15 7 19 12 12 17 13 10 12 16 21 21 23 25 7 19 14 9 9 11
0,75 Karat + 2 6 9   k. A. 3 11 11 11 14 6 12 11 7 13 10 10 11 8 10 7 5 8 11 8 13
0,66 Karat + 3 3 6   k. A. 0 2 3 5 5 6 2 3 1 5 5 6 7 7 9 2 6 3 2 10 6
0,50 Karat + 6 10 17   k. A. 14 6 13 15 23 17 11 8 14 11 21 16 17 18 14 22 21 19 30 17 9
0,33 Karat + 4 9 5   k. A. 8 7 5 1 2 0 0 1 4 1 0 1 1 0 1 1 1 5 8 10 7
0,33 Karat + 0 0 0   k. A. 3 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 1 10 1 2

 

Karatgewicht der Argyle-Angebotsdiamanten

Karatgewicht der Argyle-Angebotsdiamanten, nach % gesamt

 

 

 

War war 2012 so anders?


Es war das letzte Jahr, bevor die Mine offiziell unter Tage ging. In diesem Jahr wurde das folgende unüblichen Angebot (gemäß unserer Analyse) präsentiert:


– Die meisten angebotenen Steine, insgesamt 70 Steine (im Vergleich zu einer Menge von 34-65).
– Es wurden 14 Steine im blauen Farbspektrum angeboten, so viele wie nie zuvor (14 Steine).
– Die bisher höchste Mehrzahl der Steine lag unter 0,33 Karat (10 von 18).
– Die Mehrzahl der Steine lag unter einem Karatgewicht von 0,75 Karat (71 % im Vergleich zu 45 % im Durchschnitt).
– Die absolut niedrigste Steingröße im Durchschnitt (0,61 Karat im Vergleich zu 0,92 Karat im Durchschnitt).
– Die geringste Menge an Steinen über 1,00 Karat (9 im Vergleich zu 20,21 im Durchschnitt).

 

Fazit

 


Auch wenn die Analyse zeitweise nicht zugunsten Argyle ausfiel, bleibt das Fazit bestehen – die Nachfrage nach Argyle-Diamanten erhöht sich Jahr für Jahr, unabhängig von den Umständen. Es bleibt eine Tatsache, dass die Preise der Argyle-Diamanten jedes Jahr neue Höhen erklimmen. In den letzten 14 Jahren hat sich der Wert verdreifacht. Wer pinkfarbene Diamanten kennt, liebt die ganz besondere Bonbonfarbe von Argyle-Diamanten, deren Pink tiefer ist als das von pinkfarbenen Diamanten aus anderen Minen – ähnlich dem Unterschied zwischen einem Diamanten in Zimmi-Gelb und einem Diamanten in Nicht-Zimmi-Gelb. Im Moment plant Rio Tinto, die Argyle-Diamantenmine bis 2020 zu schließen, was bedeutet, dass das Angebot an pinkfarbenen Diamanten um 90 % fallen wird. Das wird ausgerechnet in einer Zeit geschehen, in der die Öffentlichkeit sich mehr und mehr für Fancy-Farbdiamanten interessiert und Diamanten mit den Fancy-Farben immer mehr zu schätzen weiß, besonders die pinkfarbenen Argyle-Diamanten. Die Nachfrage wird also steigen. Basierend auf diesen Informationen wird der sekundäre Markt für pinkfarbene Diamanten wachsen und damit sollten auch die Preise – gemäß den grundlegenden Regeln der Wirtschaft – exponentiell steigen.

 

Yaniv Marcus

 

 

 

 

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